Die gute Nachricht: Positive Mundpropaganda stärker als negative

Eine umfangreiche Studie der trnd AG, an der sich über 30.000 Umfrageteilnehmer beteiligt haben, ergab, dass sich, entgegen der langläufigen Meinung, die positive Mundpropaganda mehr einprägt und schneller verbreitet als die negative. Gemäß der Studie verbreiten sich negative wie positive Dinge via Mundpropaganda ähnlich häufig. ABER: An positive Dinge erinnerten sich die befragten Personen spontan deutlich häufiger.

„Eine positive Erfahrung erzählt man drei Leuten weiter, eine negative Erfahrung zehn.“ Den Satz hört man so oder so ähnlich öfters. Hier kann aber Entwarnung gegeben werden. Diese Aussage konnte entkräftet werden.
Die trnd-Studie, die gemeinsam mit der Wirtschaftshochschule ESCP Europe durchgeführt wurde  ergab, dass die befragten Teilnehmer ein positives Ereignis an durchschnittlich 7,44 Personen weitergaben und ein extrem negatives Erlebnis an 8,25 Personen. Der Unterschied ist also sehr viel geringer als man zuvor angenommen hatte. Das Entscheidende daran ist jedoch, dass sich die befragten Personen zu 89 % an Berichte mit positivem Inhalt erinnerten und nur 7 % an negative Inhalte.

Man untersuchte bei der Studie ebenfalls die zur Zeit hoch im Kurs stehenden Plattformen des Social-Media-Bereiches im Internet, wie Twitter, Facebook & Co. Dabei wurde überraschenderweise festgestellt, dass diese sowohl für negative als auch für positive Mundpropaganda ziemlich unwichtig sind. Die Konsumenten hören und verlassen sich wie eh und je am liebsten auf persönliche Empfehlungen und Erzählungen. Daraus resultiert, dass negative Kundenaussagen über Produkte oder Dienstleistungen, die über die Social-Media-Kanäle verbreitet werden, keine übermäßig gewichtige Rolle spielen, wie so manches Unternehmen befürchtet hatte. In diesen schnelllebigen Kanälen wird heute über angeblich “brandheißes” berichtet, das morgen schon wieder in Vergessenheit geraten ist. Einfach deshalb, weil diese Medien überfrachtet sind mit ständig wechselnden Neuigkeiten aus aller Welt. Die Sorge vor negativen Äußerungen von Kunden fällt demzufolge kaum ins Gewicht und beeinträchtigt anstehende Kaufentscheidungen eher selten.

Der Leiter der trnd-Studie, Dr. Marin Oetting, erklärte dazu, dass sich die Konsumenten durchaus mehr für gute Nachrichten interessieren als für negative und diese auch sehr gerne weitergeben. Die positive Berichterstattung im Rahmen einer Mundpropaganda bleibt laut Studie auch wesentlich länger im Gedächtnis gespeichert als die negative. Das konnte das Team von Dr. Oetting, bestehend aus Florian Dost, Monika Niesytto und Jens Sievert bei der Studienauswertung bestätigen.

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Die Studie im Detail finden Sie hier.

 

 

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Datum: Freitag, 16. März 2012 10:12
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